Schon in naher Zukunft - dahin weisen Crossover-Forschungsprojekte mit Beteiligung der M.Tech - wird die Interaktion zwischen Fahrzeug und Verkehrsinfrastruktur wie selbstverständlich zur Sicherheit des öffentlichen Lebens beitragen.
Das EU-Projekt INTERSAFE: Sicherheit im Kreuzungsbereich
INTERSAFE erforscht das Potenzial von integrierten, vorbeugenden Sicherheitssystemen, um Unfälle im Kreuzungsbereich zu vermeiden. Deren Ursache liegt sehr häufig in mangelnder Übersicht des Autofahrers und Fehlinterpretationen der Motive anderer Verkehrsteilnehmer begründet.
Die Entwicklung von Laser- und Videosensoriksystemen und speziellen Algorithmen ermöglicht dabei die exakte Lokalisierung des eigenen Fahrzeugs sowie die Voraussage der Bewegungen anderer Verkehrsteilnehmer. Kombiniert mit Kreuzungsinformationen der ACTROS-Steuergeräte von Signalbau Huber, die direkt mit dem Fahrzeug kommunizieren können, ermöglicht diese Technologie die frühzeitige Warnung des Fahrers über Gefahrensituationen.
Signalbau Huber stellt in diesem Projekt die verkehrstechnische Kompetenz. Die Effektivität dieser Sicher-heitssysteme wird in einer realistischen Umgebung auf den Testfeldern zweier führender Automobilherstel-ler und an einer öffentlichen Kreuzung in Wolfsburg untersucht. INTERSAFE ist ein Unterprojekt von PReVENT, einem Teil des 6. Framework-Programms der Europäischen Kommission.
DELIOS: Innovative Übertragungs- und Steuerungstechnologien
Durch die Mitarbeit am vom Berliner Senat geförderten Projekt DELIOS erforscht die M.Tech-Tochter Signalbau Huber auf Feldebene zukunftsstabil neueste Technologien der Verkehrsdatenerfassung durch Videodetektion. Die angestrebte Vernetzung von innovativen Übertragungs- und Steuerungstechnologien schafft die technischen Voraussetzungen für das künftige Management urbaner und regionaler Verkehrs-ströme. Neben der dezentralen Steuerung von Verkehrsknoten werden mit DELIOS die Bemühungen vieler Kommunen um zentrale Verkehrsbeeinflussung sinnvoll ergänzt. Die Entwicklung von DELIOS ist als komponenten- und systembezogene Ablösung etablierter Technik zu verstehen.
Integriertes Verkehrsmanagement Niedersachsen (IVN)
Das vom Land geförderte Pilotprojekt wird eine Lückenschließung bewirken, die es erlaubt, das ganze Spektrum der Verkehrsdatenverwertung - von der Lichtsignalanlagen-Steuerung über ein integriertes Verkehrs- und Flotten-management bis hin zu personalisierten Mobilitätsdiensten in der Pilotregion - neu zu gestalten und zu demonstrieren. Als wichtige Bausteine dienen hierfür die Daten von im Verkehr “mitfließenden” Fahrzeugen (Floating Car Data).
Der ökologische Wirkbereich stellt ein wichtiges Ziel des Projekts dar: Organisatorische wie technische Maßnahmen sollen sowohl verkehrs-reduzierend wirken als auch die Effizienz des Verkehrssystems als Ganzes verbessern. Einerseits soll durch effizienten Betrieb die Dienstleistungsqualität des öffentlichen Personen-Nahverkehrs gesteigert werden. Andererseits soll im Bereich Individualverkehr das dynamische Verkehrsmanagement durch Entwicklung netzorientierter Strategien Staubildung verlangsamen bzw. den Stauabbau beschleunigen, so dass insgesamt eine Verflüssigung eintritt - mit entsprechenden Wirkungen sowohl beim Emissionsverhalten der Fahrzeuge, als auch mit großem Potenzial bei den staubedingten volkswirtschaftlichen Wirkungen.
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